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aus: www.mainpost.de/archiv, 20.10.2004; Zeitung im Grabfeld Damit die "Werte" wieder was wert sind Unteressfeld (reg). In die neue "Zauberwertebox" durfte am Dienstagvormittag Ralf Hemmerich aus der 9. Jahrgangsstufe der Verbandsschule Untereßfeld greifen. Er zog damit zum ersten Mal einen Begriff, der jetzt eine Woche lang in allen Klassen besprochen und mit Inhalt erfüllt werden soll. Diesmal war es der Themenkomplex Kameradschaft/ Freundschaft.
"Werte, die mich stark machen," heißt das Langzeitprojekt, das die Fachlehrerin für den hauswirtschaftlich sozialen Bereich (HSB) und im Werken/Textiles-Gestalten (HSB) Carmen Müller, ins Leben gerufen und vorbereitet hat. Rektor Peter Schön begrüßt die Aktion, denn sie trägt dazu bei, im Lebensraum Schule nicht nur Lerninhalte zu vermitteln, sondern auch dem Erziehungsauftrag nachzukommen. Viel Mühe hat sich Carmen Müller gegeben und ein interessantes Konzept mit den notwendigen Materialien zusammengestellt. Sie werden nicht nur allen Klassen der Schule zur Verfügung gestellt, sondern auch den drei Kindergärten aus dem Schulverbandsbereich in Sulzdorf, Trappstadt und Bundorf. Ziel ist, durch konsequente Durchführung und Wiederholungen das Verhalten nach wichtigen Grundwerten bis zur Schulentlassung zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. "Werte begleiten uns ein Leben lang, je mehr ein Mensch besitzt, um so besser wird er im Leben zurecht kommen," meint Carmen Müller dazu. Sie sieht es als Erziehungsauftrag der Erwachsenen, Grundwerte an die Kinder weiter zu geben wie Höflichkeit, Gerechtigkeit, Ausdauer/ Geduld, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit, Naturverbundenheit, Umweltbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein und Zufriedenheit/Bescheidenheit. Die Durchführung der Aktion wurde in der Lehrerkonferenz besprochen und beschlossen, denn die Kollegen müssen dahinter stehen, den "Wert der Woche," der jeweils am Montag aus der "Zauberwertebox" gezogen wird, im Klassenkreis diskutieren und mit Leben erfüllen. Eine Woche lang sollen die Schüler besonders auf einen bestimmten Wert achten, auch in der Freizeit und im Elternhaus, entsprechende Plakate erinnern sie an den jeweiligen Begriff. Am Freitag soll ein Rückblick erfolgen. Sind alle Begriffe "abgearbeitet", beginnt man wieder von vorn. Die Wiederholungen geben die Möglichkeit, zum Beispiel den Wert "Gesundheit" jedes Mal mit einem anderen Schwerpunkt zu behandeln. Die Initiatorin Carmen Müller ist gern bereit, ihr Konzept und
entsprechendes Material auch an andere Schulen weiter zu geben. Wer interessiert
ist, kann sich mit ihr über die Schule in Verbindung setzen.
aus: www.mainpost.de/archiv, 20.11.2006; Zeitung im Grabfeld Preis für Grabfelder Schule Unteressfeld (REG) Die gemeinnützige Alfred-Toepfer-Stiftung (Hamburg) bemüht sich um die Förderung der europäischen Einheit unter Wahrung der kulturellen Vielfalt und die Verständigung zwischen den Völkern Europas. Am Montag, 4. Dezember, wird sie die Volksschule Untereßfeld auszeichnen. Die Schule hat sich am Wettbewerb zur Werteerziehung an Hauptschulen beteiligt und gehört zu insgesamt sechs Preisträgern in Deutschland, die für "Die gute Idee" ausgezeichnet werden. Eine Lehrkraft und zwei oder drei Schüler sind für drei Tage zur Preisverleihung nach Hamburg eingeladen, um dort die Idee dem Publikum vorzustellen und 1500 Euro in Empfang zu nehmen. Seit zwei Jahren Thema Werte, die stark machen "Werte begleiten uns ein Leben lang, je mehr ein Mensch besitzt, um so besser wird er im Leben zurecht kommen," hatte Carmen Müller bei der Einführung des Projekts gesagt. Fahrt nach Hamburg
aus: www.mainpost.de/archiv, 10.12.2006; Zeitung im Grabfeld "Zauberwertebox" soll eine wichtige Rolle spielen Auszeichnung für die Zauberbox der Werte UNTERESSFELD "Grüß Gott, Guten Tag oder Hallo", das hört man
heute immer weniger auf unseren Straßen. Früher gehörte es zum guten Ton
jemand zu grüßen, auch wenn man ihn nicht persönlich kannte. Alles Werte, die
verlorenen gegangen sind. In der Volksschule Untereßfeld werden seit zwei
Jahren diese Werte wieder in den Vordergrund gerückt. "Werte, die mich
stark machen", heißt das Langzeitprojekt, das am Montag von der Alfred
Töpfer Stiftung in Hamburg ausgezeichnet wurde.
Höflichkeit, Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Umweltbewusstsein, Gesundheit und vieles mehr, das sind Werte, auf die die Schüler der Verbandsschule seit geraumer Zeit besonderen Wert legen. Es sind Werte, die in der heutigen Zeit immer mehr verloren gehen. Grund genug also für die Alfred Töpfer Stiftung in Hamburg, die sich unter anderem um die Werteerziehung an Grund- und Hauptschulen kümmert, die Schule auszuzeichnen. Die Idee zum Projekt an der Volksschule Untereßfeld hatte Carmen Müller vor zwei Jahren. Die Gesellschaft werde immer kälter und viele dieser Werte würden mittlerweile verloren gehen. Gerade diese aber seien wichtig für das Leben, denn sie stärken jeden Menschen, erklärt die Fachlehrerin. Genau das wollte sie den Kindern in der Untereßfelder Schule näher bringen, die traditionellen Werte wieder in das Bewusstsein rücken (wir berichteten). Dabei hilft die Zauber-Wertebox, aus der einmal in der Woche ein Kärtchen gezogen wird, auf dem ein Wert steht, an den sich die Klasse halten sollte, erklärt Daniel Neuhöfer. Wenn eine Klasse einen Wert gezogen hat, dann wird auch darüber gesprochen. Geht es zum Beispiel um Umweltbewusstsein, dann ist darauf zu achten, dass der Abfall nicht einfach irgendwohin geworfen wird. Der Begriff "Hilfsbereitschaft" hat beispielsweise zur Folge, dass alten Mitmenschen auch mal eine schwere Tasche getragen wird. Ganz wichtig sei bei allen gezogenen Werten die Kameradschaft in der Schule und die Solidarität mit schwächeren Schülern, denen man Hilfe anbieten sollte. Sophie Markelstorfer und Kilian Kuhn sind wie Daniel Neuhöfer in der 7. Klasse und haben natürlich auch eine Vorbildfunktion. Dazu gehört auch die Höflichkeit im Schulhaus. Natürlich sollte man die Lehrer grüßen, aber auch die Leute auf der Straße und vielleicht anderen Mitschülern auch wieder einmal sagen, dass ein "Dankeschön" angebracht ist, wenn man etwas bekommt. Das war wohl nicht immer so. Sophie erinnert sich an die Anfänge vor zwei Jahren, als man das erste Mal mit der Wertebox konfrontiert wurde. Zunächst habe man damit wenig anfangen können, wusste nicht was da zu machen ist. Daniel wiederum war von Anfang an begeistert und fand die Idee gut. Und was sind für Kilian, Sophie und Daniel die wichtigsten Werte? Spontan nennen sie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Pünktlichkeit, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, aber auch Gesundheit und Umweltbewusstsein. Kein Wunder, dass Fachlehrerin Carmen Müller strahlt, wenn sie die Schüler so reden hört. Genau das nämlich sei der Hintergrund ihres Projektes und so sei festzustellen, dass die Jugendlichen das auch verinnerlicht haben. Gerade in der heutigen Zeit müssten sich nicht nur die Kinder hier "an die eigene Nase fassen", sondern auch die Erwachsenen. "Denn da mangelt es ja auch manchmal", fügt Carmen Müller an. Natürlich ist man stolz über die Auszeichnung und Lehrerin Pfeifroth erzählt, dass die Kinder eine Wertebox dabei hatten und die Gäste auch Werte ziehen mussten. Anhand dieser Werte berichteten die Untereßfelder Schüler über ihr Projekt. Ganz klar, dass die Ehrung in Hamburg für die Kinder neuer Ansporn ist, ihre Box weiter zu nutzen, denn sie sind sich sicher, dass sie all diese Werte in ihrem Leben brauchen können. Mittlerweile hat das Projekt Untereßfeld bereits Kreise gezogen. So wird es
zum Beispiel in der Schule in Trappstadt ebenso angewandt wie in vielen
Kindergärten. Auch bei der Vorstellung in Hamburg stieß das Projekt auf
großes Interesse und so manch einer nahm sich Informationen mit, um auch in
seiner Schule so etwas einzuführen. Wieder einmal hat damit die Volksschule
Untereßfeld eine Vorreiterrolle in Bayern. Von dem Mitarbeiter HANNS FRIEDRICH
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