Grundschule Untereßfeld

„Tag des Baumes“ an der Grundschule Untereßfeld

An der Grundschule Untereßfeld wurde vor kurzem wieder der Tag des Baumes gefeiert.

Die beiden Umweltbeauftragten der Schule, Frau Doris Reich und Ursula Seufert bereiteten sich zusammen mit den Kindern und Kollegen auf diesen Tag vor. Ausgewählt wurde die „Elsbeere“, der Baum des Jahres 2011.

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Die Elsbeere ist ein heimischer Waldbaum. Sie wächst in artenreichen Laubmischwäldern auf warmen, kalkreichen Böden und zählt zu den härtesten europäischen Hölzern.

Der Baum, der bis zu 15 Meter hoch wird und im späten Frühjahr weiß blüht, trägt im Oktober braune, hell punktierte Früchte, die essbar sind. Die Elsbeere ist eine sehr kostbare Frucht. Was unter den Pilzen die weiße Trüffel ist, das ist die Elsbeere unter den Früchten.

Die Elsbeere ist nah verwandt mit der Vogelbeere und wächst als kleine Frucht auf den Bäumen. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zur Birne wird sie zusammen mit anderen Sorbus-Arten oft unter der Handelsbezeichnung „Schweizer Birnbaum“ verkauft. Man findet diese Bäume sehr selten und wenn man einen gefunden haben sollte, heißt es lange noch nicht, dass er Früchte trägt. Durch die Flurbereinigung wurde diese Wildfrucht an unseren Waldrändern fast ausgerottet.

In wenigen Regionen Europas findet man Elsbeeren. Aus der Frucht wird heute Obstbrand gemacht, der einzigartig nach Mandeln und Marzipan schmeckt. Im Volksmund wird der Elsbeere eine wundertätige Wirkung nachgesagt, sie soll bei Kopfschmerzen schnell Linderung bringen.

Mit dem Lied der Gruppe Puhdys  „Alt wie ein Baum..“ – gesungen von allen Schülern der Grundschule, begleitet vom Schifferklavier mit Herrn Ihls, wurde der feierliche Teil in der Eingangshalle der Schule eröffnet.  Dort fanden die Kinder eine kleine Ausstellung mit Informationen zur „Elsbeere“ vor. Schulgärtnerin U. Seufert hatte einiges über diesen besonders seltenen Baum zu berichten.

Neben der Schautafel konnten die Schüler Früchte und Äste von einer im benachbarten Bauholz stehenden Elsbeere bestaunen. Die Schulgärtner hatten Elsbeergelee und –saft zubereitet. Nach der Baumpflanzaktion durften alle Schüler ein Butterbrot mit Gelee, sowie selbst gemachte Schoko-Schnitten mit Elsbeermus verkosten.

Ein Brett aus Elsbeer-Holz, sowie Funierplatten und Holzstempel aus dem wertvollen Hartholz hatte Frau Reich organisiert. Sie erzählte den Kindern auch, dass für ein Kubikmeter Elsbeerholz einmal 22.000 € im beheimateten Rabelsdorf bezahlt wurde. So konnten sich die Kinder ein Bild davon machen, wie wertvoll und teuer dieses Holz heute ist.

Jetzt konnte der vorbereitete Baum, der als Containerpflanze gekauft wurde, in das vorbereitete Erdloch gepflanzt werden.

Der Hausmeister Udo Zeitz machte sich zusammen mit den neu ernannten „Baum- Paten“, Rosemarie Harth und Johannes Sturdza, sowie allen anderen Beteiligten auf den Weg zur Sportplatzwiese, wo das seltene Exemplar gepflanzt wurde. Die Kinder erfuhren noch einiges zum Thema „Baumpflanzen“. Um das Bäumchen vor Wind zu schützen, wurde ein Pflanzpfahl in die Erde getrieben, der den Baum befestigt.

Um ihn auch vor Wildbiss zu schützen, wurde zuletzt ein Drahtgitter um das Bäumchen angebracht.

Mit einem weiteren Lied erfreuten die Kinder die anwesenden Erwachsenen.

Schulleiterin Anja Erhart bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten und eröffnete das Probier-Buffet an der Pausentheke.

(Ursula Seufert)  

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